Die Jusos sind ein sozialistischer, internationalistischer und feministischer Richtungsverband. Die SPD fordert im Rahmen des Erneuerungsprozesses, dass die Partei weiblicher und jünger werden muss, aktuell sind Frauen jedoch sowohl bei den Jusos, als auch in der SPD noch unterrepräsentiert. Wir setzen uns dafür ein, dass innerparteilich das gelebt wird, was die SPD fordert: Parität in allen Gremien, von den Kommunalparlamenten bis hin zum Bundestag.

Um mehr Frauen in Führungspositionen zu etablieren, setzen wir uns weiterhin für die paritätische Doppelspitze und neue Formen von Führungsmodellen wie Sprecher_innenteams ein. Die bisherigen gesetzlichen Versuche sind gescheitert. Der Staat muss die Strukturen des Patriarchats durchbrechen. Davon profitieren Frauen und Männer.

Milliarden Frauen weltweit sind jeden Monat auf Menstruationsprodukte wie Tampons oder Binden angewiesen. Dass sie dafür nicht nur viel Geld ausgeben, sondern auf die Produkte auch noch Steuern zahlen müssen, das finden wir ungerecht. Wir setzen uns dafür ein, dass Hygieneartikel für Frauen künftig mit nur 7% statt 19% besteuert werden.

Wir wollen für neuere Erscheinungsformen wie Netz- und Queer*feminismus sensibilisieren. Gerade das Ausnutzen frauenpolitischer Themen durch rechte Gruppierungen wie das Frauenbündnis Kandel oder die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten und die auch hier vorherrschende Akzeptanz seiner frauenverachtenden Aussagen und Handlungen, zeigen deutlich: „Still loving feminism“ darf keine Phrase sein, sondern
muss sich in unserer alltäglichen politischen Arbeit widerspiegeln.