Die saarländischen Hochschulen schaffen ein Gegengewicht zum demographischen Wandel im Saarland, indem sie junge Saarländer_innen im Saarland halten und junge Menschen aus dem Bundesgebiet und der ganzen Welt anziehen. Daher setzen sich die Jusos Saar für eine attraktive Hochschullandschaft im Saarland und eine gerechte Hochschulpolitik ein. Hochschulpolitische Fragen betreffen im Saarland über 20.000 Menschen unmittelbar. Diese Personen möchten wir vertreten.

Kostenfreie Bildung für alle hört für uns nicht nach der Oberstufe auf. Deshalb setzen wir uns für die ersatzlose Streichung der gesetzlichen Grundlagen für Verwaltungs-, Zweitstudien- und Langzeitstudiengebühren im Saarland ein. Wir schließen uns dem Bundeskoordinierungstreffen in der Forderung nach einer BaföG-Reform uneingeschränkt an und werben bei der Landes-SPD um Unterstützung. Wir unterstützen junge Menschen aus bildungsfernen Familien und Migrant_innen dabei, ein Studium im Saarland aufzunehmen.

Die staatlichen Hochschulen müssen durch das Land komplett ausfinanziert werden. Wir sehen nicht ein, dass die Hochschulen gezwungen werden, eigene Einnahmen zu generieren. Wir begrüßen die Finanzierungszusagen des Landes für die Universität und die HTW. Allerdings fordern wir, dass der Sanierungsstau aller Hochschulen behoben wird. Auch die HfM und HBK haben unter der bisherigen Sparlast gelitten.  Die Jusos Saar setzen sich für eine ausgewogene Finanzierung innerhalb der Hochschulen ein. Die Fachbereiche müssen ausfinanziert werden, es soll keine Bevorzugung einzelner Bereiche geben. Außerdem muss neben der Forschung auch in die Lehre investiert werden.

Wir fordern eine Rückkehr der Universität des Saarlandes zur Volluniversität, durch die Wiederbelebung der Sozialwissenschaften. Die Attraktivität des Hochschulstandortes leidet massiv unter dem eingeschränkten Fächerangebot. Die Europa Universitäten im Sinne Macrons, begreifen wir als Chance für die Hochschulen und das Saarland. In Zusammenarbeit mit der Hochschulgruppe erarbeiten wir ein Konzept für Europa Hochschulen und wirken daraufhin, das Saarland zu diesem Ort zu machen. 

Wir setzen uns für eine Änderung des saarländischen Hochschulgesetzes ein. Die universitären Gremien müssen zu je 1/3 mit Studierenden, Mitarbeiter_innen und Professor_innen besetzt werden. Anknüpfend an die bestehende Praxis an der Universität sollen dem erweiterten Präsidium aller Hochschulen studentische Vertreter_innen angehören. Gemeinsam mit dem DGB und der GEW arbeiten wir an einer Arbeitnehmer_innenvertretung für studentische Hilfskräfte. Diese muss den doppelten Status der Studierenden und das besondere Abhängigkeitsverhältnis dieser Personengruppe im Blick behalten.

Wir setzen uns für einen höheren Anteil an Frauen in der Wissenschaft ein. Wir machen uns gegen jede Form von Sexismus an den Hochschulen stark. Außerdem entwickeln wir Strategien, um Anreize zu schaffen eine wissenschaftliche Karriere zu beginnen oder fortzuführen. Als weiteren hindernden Faktor sehen wir die prekäre Beschäftigungssituation für junge Wissenschaftler_innen und die damit verbundene Unvereinbarkeit von Familie und Beruf. Wir forcieren eine Umsetzung unserer Beschlüsse zur Verbesserung der Beschäftigungssituation von jungen Wissenschaftler_innen.

Des Weiteren bemühen wir uns im Rahmen der Verbandskommunikation um eine enge Zusammenarbeit mit den Asten der saarländischen Hochschulen bzw. mit der Landesastenkonferenz.