Trotz Massensterben im Mittelmeer und trotz der furchtbaren Kriegsgräuel in der Levante und anderen Teilen der Erde erleben wir hier tagtäglich einen unmenschlichen Umgang mit den Menschen, die aus ihren Heimatländern flüchten müssen. Rechte Gruppierungen nutzen das Recht auf Asyl als Schmelztiegel für ihre menschenverachtenden Parolen. Asylrechtsverschärfungen oder auch repressive Law-and-Order Politik sind Ausdruck einer Anbiederung an die politische Rechte und an menschenverachtende Ideologie. Wir sind hier in der Pflicht, eine linke Alternative zu bieten, die das Grundrecht auf Asyl und die Würde des Menschen in den Mittelpunkt unseres Politikentwurfes stellt. Diese Alternativen gilt es in die Mitte der Gesellschaft zu tragen.

Geflüchtete Menschen haben ein Recht auf menschenwürdige Unterbringung: Jegliche Formen der Überwachung oder Umzäunung von Sammelunterkünften verurteilen wir scharf. Wir sprechen uns auch weiterhin für die dezentrale Unterbringung der Geflüchteten aus und lehnen Ankerzentren jeglicher Art ab.

Wir Jusos haben uns seit jeher als progressiven und fortschrittlichen Verband verstanden, der weder vor Herausforderungen, noch vor komplexen Analysen zurückschreckt. In den letzten Jahren sind die Strukturen rechter Kräfte noch stärker geworden und versuchen Keile in unsere Gesellschaft zu treiben und Trenngräben zu ziehen. Wir möchten diesen Versuchen eine Gesellschaftsvision entgegenstellen, in der ein freies, selbstbestimmtes Leben aller Menschen möglich ist. Wir wollen eine Gesellschaftsvision, in der die dauerhafte Konkurrenz zwischen den Individuen und die Konzentration von materiellem Wohlstand und politischem Einfluss enden und einem gleicheren, freieren und sozialeren Zusammenleben weichen. Auch in den kommenden zwei Jahren werden wir an genau dieser Gesellschaftsvision mit konkreten Projekten arbeiten. Wir möchten den Christopher Street Day in Saarbrücken nutzen, um eine Aktionswoche rund um den Kampf gegen Ausgrenzung aufgrund von sexueller Orientierung zu machen. Unsere bereits bestehende Kampagne „Legalize it“ soll vertieft werden und einen Modell-Entwurf für die Legalisierung von Cannabis in Deutschland hervorbringen.