Schulsozialarbeit im Schulmitbestimmungsgesetz gesetzlich verankern!

Schulsozialarbeit im Schulmitbestimmungsgesetz gesetzlich verankern!

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Die Jusos aus dem Saarland fordern die CDU im Vorfeld der Anhörung des Ausschusses für Bildung, Kultur und Medien zum Gesetz zur Änderung des Schulmitbestimmungsgesetzes am Donnerstag auf, ihre Blockadehaltung abzulegen und somit den Weg für die gesetzliche Verankerung der Schulsozialarbeit frei zu machen.  

Kira Braun, Landesvorsitzende der Jusos: „Viele junge Menschen kommen in der Schule zum ersten Mal mit unserer Demokratie in Kontakt. Wenn die Schule anstelle eines reinen Lernortes auch ein Lebensort sein soll, dann müssen Schüler*innen auch in allen Bereichen mitbestimmen können. Einen ersten wichtigen Schritt gehen wir im Saarland nun mit der Novellierung des Schulmitbestimmungsgesetzes.“
Leider sieht der Entwurf keine gesetzliche Verankerung der Schulsozialarbeit vor. Um die beste Betreuung der Kinder von Beginn an sicherstellen zu können, braucht es jedoch mehr Lehrpersonal und insbesondere den Ausbau von multiprofessionellen Teams. Die Corona-Pandemie hat die sozialen Ungleichheiten im Saarland weiter manifestiert und macht auch vor dem Schulbetrieb keinen Halt: Wenn wir dem entgegenwirken und die individuelle Förderung aller Kinder sicherstellen wollen, muss die Schulsozialarbeit gesetzlich verankert werden. Die CDU muss nun den Weg frei machen und der gesetzlichen Verankerung zustimmen.“ 

Janina Wolf, Referentin für politische Bildung im Juso-Landesvorstand und Schulsozialarbeiterin: „Wir dürfen kein Kind zurücklassen und müssen gerade deshalb die Schulsozialarbeit auch gesetzlich verankern. Das wünscht sich nicht nur die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft, sondern auch die meisten Lehrer*innen. Es ist längst Konsens unter Lehrkräften aller Schulformen, dass die Schulsozialarbeit ein wichtiger Faktor für die Sicherstellung der Qualität der Bildung ist. Trotzdem gibt es viele Kolleg*innen im Saarland, die sich in ihrer Funktion als Schulsozialarbeiter*in noch immer in einer „Gastrolle“ in der Schule fühlen. Würden wir Schulsozialarbeiter*innen im Schulmittbestimmungsgesetz berücksichtig werden, so würde sich diese Situation mit Sicherheit ändern. In den Schulen sollte die Arbeit auf Augenhöhe selbstverständlich sein und das kann nur gelingen, wenn die Lehrkräfte und die Schulsozialarbeit gleichberechtigt agieren können.“ Neben der Förderung von sozialen Kompetenzen soll die Schulsozialarbeit auch die Mitbestimmung der Schüler*innen vorantreiben und fördern. Dies steht jedoch im Widerspruch zu der Tatsache, dass die Akteur*innen der Schulsozialarbeit selbst keine oder nur eingeschränkte Möglichkeiten der Mitbestimmung erhalten.
Es gibt Schulen, an denen die Schulsozialarbeit im Schulalltag mitbestimmen kann, indem sie beispielsweise einen festen Platz in Schulgremien innehat und an Entscheidungsprozessen beteiligt wird. Dies liegt dann jedoch im Ermessen der einzelnen Schulen und kann flächendeckend nur durch eine gesetzliche Verankerung gewährleistet werden.