Jusos an der Saar: Rassistischer Vorfall muss lückenlos aufgeklärt werden!

Jusos an der Saar: Rassistischer Vorfall muss lückenlos aufgeklärt werden!

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Laut Medienberichten ist es am vergangenen Freitag in der Saarbahn zu einem rassistisch motivierten Vorfall gekommen. Ein 37-jähriger Mann soll ein 16-jähriges Mädchen bespuckt haben. Darauf folgten rassistische Parolen und der Mann soll beim Verlassen den Hitlergruß gezeigt und mehrfach „Sieg Heil“ geschrien haben, wie sich in einem Video zeigt, welches Teile der Tat dokumentiert.
Steven Commey-Bortsie, Landesvorstand Jusos Saar: „Für viele Menschen sind solche Nachrichten schon längst nicht mehr schockierend. Sie reihen sich in eine Vielzahl von Taten und Auseinandersetzungen ein, die von Rassismus Betroffene regelmäßig erleiden müssen. Betroffene machen solche Taten wütend, traurig und oft lähmen sie. Denn man weiß, dass die Opfer nur „zur falschen Zeit am falschen Ort“ gewesen sind. Diese Tat ist ein weiteres Beispiel für den gefährlichen Anstieg rechtsextremer und rassistisch motivierter Taten, auch im Saarland.“ 

Das Bundesinnenministerium meldet über 20.000 rassistisch motivierte Straftaten für das vergangene Jahr. Auch das Saarland verzeichnete für das Jahr 2019 den höchsten Stand an rechtsextremen Taten.

„Solche Straftaten sind längst keine Einzelfälle mehr, auch nicht bei uns an der Saar. Dahinter verbergen sich rassistische Strukturen, die sich bis in die Mitte unserer Gesellschaft durchgefressen haben und die bekämpft werden müssen. Dafür brauchen wir die institutionelle Förderung der antirassistischen Arbeit, verpflichtende Gedenkstättenfahrten in Schulen, die Umbenennung rassistischer und kolonialer Straßennamen und die Streichung des Wortes „Rasse“ aus der Saarländischen Verfassung. Wir dürfen die Gefahr, die von rechts ausgeht und unsere Demokratie bedroht, nicht klein reden und ignorieren.“, so Kira Braun, die Landesvorsitzende der Jusos abschließend.