Unse­re 10 Ideen für ein gerech­te­res Saarland:

1. Bezahl­ba­res Wohnen

Bezahl­ba­rer Wohn­raum ist eines der wich­tigs­ten The­men für jun­ge Men­schen im Saar­land. Allein im letz­ten Jahr sind die Kos­ten für stu­den­ti­sches Woh­nen um 7,7% gestie­gen, in den drei Jah­ren zuvor um 5,5%. Wir Jusos set­zen uns für eine Miet­preis­brem­se, für mehr sozia­len Woh­nungs­bau und einen wei­te­ren Aus­bau von Stu­di- und Azu­bi­woh­nun­gen ein. Wäh­rend der Woh­nungs­markt ange­spann­ter ist denn je, ste­hen wei­ter­hin viel zu vie­le Gebäu­de leer. Wir Jusos fin­den: Woh­nen ist ein Grund­recht. Miet­ob­jek­te dür­fen daher nicht zu Spe­ku­la­ti­ons­ob­jek­ten wer­den. Wir for­dern eine Leer­stands­steu­er um Eigentümer*innen zu moti­vie­ren, Wohn- oder Geschäfts­raum zu ver­mie­ten oder zu verkaufen.

2. Psy­chi­sche Gesundheit

Die psy­cho­the­ra­peu­ti­sche Ver­sor­gung im Saar­land muss drin­gend aus­ge­baut wer­den. Patient*innen war­ten häu­fig über Mona­te auf einen The­ra­pie­platz. Wir Jusos set­zen uns dafür ein, dass Men­schen mit einer psy­chi­schen Erkran­kung im Saar­land nicht län­ger im Stich gelas­sen wer­den. Die Hono­rar­kür­zun­gen, sowie die beschlos­se­nen Kür­zun­gen durch das GKV-Bei­trags­sta­bi­li­sie­rungs­ge­setz müs­sen drin­gend rück­gän­gig gemacht wer­den, um die Ver­sor­gungs­si­tua­ti­on nicht noch wei­ter zu ver­schlech­tern.
Die men­ta­le Gesund­heit von Kin­dern und Jugend­li­chen ist beson­ders belas­tet. Daher for­dern wir mehr Schulpsycholog*innen in den saar­län­di­schen Schu­len und einen Aus­bau der Behand­lungs­plät­ze für Kin­der und Jugend­li­che in der ambu­lan­ten und sta­tio­nä­ren Versorgung.

3. Kos­ten­lo­ses Mit­tag­essen in Kita und Schule

Wir Jusos wol­len, dass Kitas und Schu­len Orte sind, die sozia­le Ungleich­heit redu­zie­ren, statt sie zu ver­stär­ken. Wäh­rend Kin­der aus pri­vi­le­gier­ten Haus­hal­ten Nach­hil­fe erhal­ten und außer­schu­li­sche För­de­rung genie­ßen, kön­nen sich Kin­der aus armuts­be­trof­fe­nen Fami­li­en teils kei­ne war­me Mahl­zeit in der Schu­le leis­ten. Wir for­dern daher ein kos­ten­lo­ses und gesun­des Mit­tag­essen für Kin­der­gar­ten­kin­der und Schüler*innen von Anfang an.

4. Gra­tis ÖPNV-Tag pro Woche 

Der ÖPNV ist ein Grund­pfei­ler der öffent­li­chen Infra­struk­tur. Sowohl mit Blick auf den Kli­ma­wan­del, aber auch um Teil­ha­be für alle gesell­schaft­li­chen Schich­ten zu ermög­li­chen, sind kos­ten­güns­ti­ge Bus­se und Züge uner­läss­lich. Wir Jusos for­dern daher einen Aus­bau der öffent­li­chen Trans­port­in­fra­struk­tur, vor allem im länd­li­chen Raum. Die Tak­tung der Bus­se und Züge muss drin­gend erhöht wer­den, sodass es attrak­ti­ver wird, den Bus zu neh­men und das Auto ste­hen zu las­sen. Auch müs­sen die Tak­tun­gen der Bus­se in den Kom­mu­nen an die Tak­tung des Lan­des ange­passt wer­den. Dar­über hin­aus set­zen wir uns dafür ein, einen kos­ten­lo­sen ÖPNV-Tag ein­zu­füh­ren. Ein­mal pro Woche, soll es für die Saarländer*innen mög­lich sein, ein­fach in den nächst­bes­ten Bus oder Zug zu stei­gen, ohne sich über ein Ticket Gedan­ken machen zu müssen.

5. Umla­ge­fi­nan­zier­te Ausbildungsplatzgarantie

Dein Inhalt steht hier. Bear­bei­te oder ent­fer­ne die­sen Text inline oder in den Modul-Inhalt­s­ein­stel­lun­gen. Du kannst außer­dem jeden Aspekt die­ses Inhalts in den Modul-Design-Ein­stel­lun­gen gestal­ten und in den Modul-Erwei­tert-Ein­stel­lun­gen sogar benut­zer­de­fi­nier­tes CSS auf die­sen Text anwenden.

6. Saar-Pass für jun­ge Saarländer*innen

Mit dem Kul­tur­pass woll­te die Bun­des­re­gie­rung jun­ge Men­schen dazu moti­vie­ren, Kul­tur vor Ort zu erle­ben. Alle 18-jäh­ri­gen mit Wohn­sitz in Deutsch­land erhiel­ten ein vir­tu­el­les Bud­get von 100€, das sie zwei Jah­re lang für Kon­zer­te, Kino‑, Muse­ums- oder Thea­ter­be­su­che nut­zen konn­ten. Die­ses Pro­jekt wur­de wie­der ein­ge­stellt. Hier muss das Saar­land jetzt vor­an­ge­hen. Wir for­dern einen kos­ten­frei­en Saar-Pass für alle jun­gen Men­schen im Saar­land, die 18 wer­den, nach dem Modell des bun­des­wei­ten Kul­tur­pas­ses. Dadurch wer­den nicht nur die jun­gen Men­schen selbst, son­dern auch die saar­län­di­sche Kul­tur­sze­ne unter­stützt. Dar­über hin­aus ermög­licht der Saar-Pass die Teil­ha­be von jun­gen Men­schen und zwar unab­hän­gig von den finan­zi­el­len Res­sour­cen der Eltern.

7. Wahl­al­ter 16 muss zur Koali­ti­ons­be­din­gung gemacht werden

Bereits in 6 von 16 Bun­des­län­dern ist das Wäh­len bei Kom­mu­nal- und Land­tags­wah­len ab 16 Jah­ren mög­lich. Wäh­rend die Poli­tik immer wie­der über den Kopf der jun­gen Men­schen hin­weg ent­schei­det, sei es wäh­rend der Coro­na­pan­de­mie oder bei der Debat­te rund um die Wehr­pflicht, bleibt es vie­len unter 18 jäh­ri­gen in Deutsch­land wei­ter­hin ver­wehrt, ihre Stim­me abzu­ge­ben und dar­über zu ent­schei­den, wer ihre Inter­es­sen am bes­ten ver­tritt. In der letz­ten Legis­la­tur hat sich die CDU-Frak­ti­on kon­se­quent gewei­gert, mit der SPD gemein­sam für ein Wahl­al­ter ab 16 zu stim­men. Das darf nicht noch ein­mal pas­sie­ren. Wir for­dern daher: Wahl­al­ter 16 muss zur Koali­ti­ons­be­din­gung wer­den. Für uns Jusos hat die Betei­li­gung von jun­gen Men­schen am demo­kra­ti­schen Pro­zess obers­te Prio­ri­tät und muss auch am Wahl­tag gege­ben sein.

8. Kos­ten­lo­se Peri­oden­pro­duk­te in Schu­len, Uni­ver­si­tä­ten und öffent­li­chen Gebäuden

Mens­trua­ti­on ist immer noch ein Tabu — und das hat Kon­se­quen­zen. Wer nicht dar­über spricht, plant nicht dafür. Wer nicht plant, steht im Zwei­fel ohne Tam­pon im Büro, in der Uni, am Bahn­hof. Wir Jusos wol­len dafür kämp­fen, dass das Saar­land bun­des­weit Vor­rei­ter beim The­ma kos­ten­lo­sen Peri­oden­pro­duk­ten wird. 98% der menstru­ie­ren­den Per­so­nen wur­den im All­tag schon ein­mal von ihrer Peri­ode über­rascht, 25% der menstru­ie­ren­den Per­so­nen zwi­schen 16 und 24 Jah­ren hat­ten schon ein­mal nicht genü­gend Geld für Peri­oden­pro­duk­te. Daher for­dern wir Jusos, dass in den saar­län­di­schen Schu­len, Hoch­schu­len und Uni­ver­si­tä­ten sowie in öffent­li­chen Gebäu­den kos­ten­lo­se Peri­oden­pro­duk­te zur Ver­fü­gung gestellt werden.

9. Lan­des­pro­gramm Jugendarbeit

Sozialarbeiter*innen bie­ten nicht nur “Frei­zeit­an­ge­bo­te”, son­dern unter­stüt­zen jun­ge Men­schen auch bei per­sön­li­chen Pro­ble­men und ver­mit­teln bei Bedarf an pas­sen­de Hilfs­an­ge­bo­te. Vie­le Kom­mu­nen und Land­krei­se kön­nen die­se Ange­bo­te auf­grund ihrer finan­zi­el­len Lage jedoch nicht aus­rei­chend finan­zie­ren. Gera­de im länd­li­chen Raum fehlt es  häu­fig an pro­fes­sio­nel­len Ange­bo­ten der Jugend­ar­beit. Die­se Ent­wick­lung ver­schärft sich mit dem Rück­gang kirch­li­cher Jugend­ar­beit wei­ter. Ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment und selbst­ver­wal­te­te Jugend­treffs leis­ten einen wich­ti­gen Bei­trag, kön­nen pro­fes­sio­nel­le Jugend­ar­beit aber nicht erset­zen.  Wir  for­dern des­halb ein Lan­des­pro­gramm Jugend­ar­beit, das Kom­mu­nen dau­er­haft beim Auf­bau und Erhalt pro­fes­sio­nel­ler Jugend­ar­beit ins­be­son­de­re im länd­li­chen Raum unter­stützt. Das Lan­des­pro­gramm soll eine enge Ver­zah­nung mit dem Ganz­tag sicher­stel­len und viel­fäl­ti­ge pro­fes­sio­nel­le Ange­bo­te in den Berei­chen Kunst und Kul­tur, Sport und poli­ti­sche Bil­dung för­dern. Gleich­zei­tig müs­sen gezielt Räu­me und Ange­bo­te für Mäd­chen, que­e­re und Schwar­ze jun­ge Men­schen sowie wei­te­re mar­gi­na­li­sier­te Grup­pen geschaf­fen wer­den, die in der Jugend­ar­beit bis­lang häu­fig unter­re­prä­sen­tiert sind.

10. Alle Anträ­ge an einem Ort

Unse­re Büro­kra­tie gleicht oft einem Laby­rinth – nie­mand weiß auf Anhieb, wel­cher Antrag wohin gehört oder wel­che Stel­le zustän­dig ist. Das wol­len wir ändern: mit einer zen­tra­len Anlauf­stel­le für alle Anlie­gen in der öffent­li­chen Ver­wal­tung. Wir for­dern, dass unse­re Ämter ihre Kräf­te in einem soge­nann­ten One-Stop-Shop bün­deln. Dort sol­len alle Bürger*innen mit jedem Anlie­gen Hil­fe aus einer Hand erhal­ten – von der Antrags­be­ra­tung bis hin zu einer ver­läss­li­chen Anlauf­stel­le für Zustel­lun­gen und behörd­li­che Anliegen.