„Die Par­tei grund­sätz­lich zu refor­mie­ren ist eine Her­ku­les­auf­ga­be. Bundesminister*in zu sein ist auch eine Her­ku­les­auf­ga­be. Egal, wie groß das poli­ti­sche Talent ist: Zwei­mal Her­ku­les geht nicht.“ (Tim­mi Schüß­ler, Lan­des­vor­sit­zen­der der Jusos Saar)

Wir Jusos Saar bli­cken mit Sor­ge auf die Ergeb­nis­se der ver­gan­ge­nen Land­tags­wah­len und die Umfra­ge­wer­te der SPD, nicht weil uns das Ergeb­nis über­rascht, son­dern ganz im Gegen­teil: Wir sehen es als logi­sches Resul­tat der ver­krus­te­ten Struk­tu­ren unse­rer Mut­ter­par­tei. Dies betrifft zwar auch, aber nicht nur unse­re Füh­rungs­fi­gu­ren. Die Tren­nung von Minister*innenamt und Par­tei­vor­sitz ist ein ers­ter not­we­ni­ger Schritt und der Erneue­rung die Auf­merk­sam­keit zu geben, die sie braucht.

 

„Die Kri­se der SPD geht viel tie­fer als die Figu­ren an ihrer Spit­ze. Ein Füh­rungs­wech­sel ist not­wen­dig, aber nicht hin­rei­chend.“ (Tim­mi Schüß­ler, Lan­des­vor­sit­zen­der der Jusos Saar)

Wir erle­ben, dass inner­par­tei­li­che Debat­ten zuneh­mend als Risi­ko gese­hen und nur in sehr klei­nen Krei­sen zuge­las­sen wer­den. Das unter­gräbt die Selbst­wirk­sam­keit der eige­nen Mit­glie­der und führt lang­fris­tig zu einer Ent­frem­dung zwi­schen Par­tei­spit­ze und Basis. Wir hal­ten also einen Wech­sel an der Spit­ze der SPD für not­wen­dig, aber auf kei­nen Fall für hin­rei­chend, um die SPD wie­der zu einer sozia­len Bewe­gung der Hoff­nung auf ein bes­se­res Leben zu machen.

 

„Die Kri­se der SPD ist kei­ne Kri­se der Kom­mu­ni­ka­ti­on, sie ist eine Kri­se der Par­tei­struk­tu­ren“ (Tim­mi Schüß­ler, Lan­des­vor­sit­zen­der der Jusos Saar)

Wir Jusos Saar for­dern die SPD auf allen Ebe­nen auf, ihr Selbst­ver­ständ­nis als lin­ke Par­tei und Bewe­gung neu zu den­ken. Dazu gehört die För­de­rung jun­ger Men­schen, das Zulas­sen ergeb­nis­of­fe­ner Debat­ten­räu­me und der Anspruch an sich selbst, Debat­ten nicht nur hin­ter­her­zu­lau­fen, son­dern sie selbst anzustoßen.