Lasst euch nicht instrumentalisieren!
Die Jusos Saar kritisieren den offenen Brief der 20 SPD-Bundestagsabgeordneten, in dem sich die Fraktionsmitglieder gegen die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen aussprechen, scharf.
Über die Ergebnisse der Sondierungen in Berlin darf man, auch innerhalb der SPD, unterschiedlicher Meinung sein. Wie man in den Chor der konservativen Panikmache einstimmen und den eigenen Genoss*innen öffentlich in den Rücken fallen kann, ist uns allerdings unverständlich.
Die Ergebnisse der Sondierungen zeigen: Ein linkes Bündnis in Berlin würde die Situation für die Bürger*innen deutlich verbessern. Die Vergesellschaftung von Wohnungsunternehmen mit über 10.000 Wohnungen ist ein längst überfälliger Schritt, den die Berliner*innen eindeutig wollen.
Die Einigungen der drei Parteien in Bezug auf Antisemitismus in der sogenannten Berliner Erklärung beinhalten ein klares Bekenntnis zum Existenzrecht Israels sowie ein Schutzkonzept für Jüdinnen und Juden in Berlin. Ob die Unterschrift unter dieser Erklärung vonseiten der Linksfraktion glaubwürdig ist, müssen die Genoss*innen vor Ort entscheiden. Dabei brauchen sie keine Nachhilfe aus der Bundestagsfraktion.
In Richtung der Abgeordneten, die unterschrieben haben, sagen wir: Lasst euch nicht instrumentalisieren! Die konservative Medienlandschaft versucht seit Wochen, das Linksbündnis zu diskreditieren, und es spielt diesen Kräften in die Hände, wenn ihr euch ihnen anschließt, ohne Kenntnis von der Situation vor Ort zu haben.
