Höchste Priorität: Schulen müssen offen bleiben!

Höchste Priorität: Schulen müssen offen bleiben!

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Die Jusos an der Saar kritisieren den Vorstoß des saarländischen Lehrerverbandes zum wöchentlichen Wechsel von Präsenzunterricht und Homeschooling zurückzukehren.

„Die massiven Einschränkungen, die gestern in der Schalte zwischen Ministerpräsidenten und Kanzlerin vereinbart wurden, dienen gerade dazu, dass die Bildungseinrichtungen in diesem Land geöffnet bleiben können. Der Vorschlag des Lehrerverbandes geht deswegen fehl. Er übersieht zum einen die Betreuungsschwierigkeiten, vor die berufstätige Eltern gestellt werden und zum anderen die soziale Ungerechtigkeit, die Home-Schooling noch mit sich bringt. Nicht jedes Kind hat aktuell ein funktionsfähiges mobiles Endgerät zum digitalen lernen oder eine stabile Internetverbindung.“, so Braun die Landesvorsitzende der Jusos Saar.

„Der Vorstoß des Lehrerverbandes erweckt falsche Hoffnungen. Die Lehrkräfte sind weiterhin im Präsenzbetrieb am Vormittag eingebunden und können während des „Homeschoolings“ der anderen Gruppe keinen Online-Unterricht in Form von Videokonferenzen oder ähnlichem anbieten. Somit sind die Schüler*innen in der Woche des Homeschoolings auf sich gestellt und können nur Aufgaben zur selbstständigen Bearbeitung nachkommen. Nicht jedes Kind hat Eltern, die den Lernstoff erklären können und mit Rat und Tat zur Seite stehen können. Es macht einen großen Unterschied, ob man mit mehreren Geschwisterkindern ein kleines Zimmer teilt oder ob man konzentriert am eigenen Schreibtisch lernen kann. Die Bildungsungerechtigkeit, die dahintersteckt, schreit zum Himmel. Wir dürfen nicht zulassen, dass sich diese Zeit auf die Zukunft der Kinder und die Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt negativ auswirkt. Die Schule ist vor allem auch ein Ort des sozialen Lernens, bei dem das Miteinander im Vordergrund steht. Solange es möglich ist und das Infektionsgeschehen es zulässt, muss der Präsenzbetrieb für alle Schülerinnen und Schüler weitergehen.“ so Braun abschließend.