Homöopathische Mittel dürfen von der Krankenkasse nicht mehr übernommen werden

Homöopathische Mittel dürfen von der Krankenkasse nicht mehr übernommen werden

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Die französische Regierung hat beschlossen, dass homöopathische Mittel ab 2021 nicht mehr von der gesetzlichen Krankenkasse erstattet werden sollen. Grund hierfür ist, dass die meisten Studien eine Wirkung bestreiten, die über einen Placebo-Effekt hinausgeht. Auch die saarländischen Ärzte fordern nun, dass Homöopathische Mittel nicht mehr von den Krankenkassen übernommen werden dürfen.
Das saarländische Gesundheitsministerium lehnt die Forderung der Ärzte ab und fordert, dass auch weiterhin die Homöopathie im Rahmen der freiwilligen Satzungsleistungen von den Krankenkassen finanziert werden sollen.

„Niemand versteht, warum Krankenkassen homöopathische Medikamente erstatten, aber nicht alle Brillen. Auch im Sinne des Verbraucherschutzes sollten nur die Medikamente übernommen werde, deren Wirksamkeit bewiesen ist. “, so die Landesvorsitzende der Jusos, Kira Braun.

Die Aussage des saarländischen Gesundheitsministeriums bewerten die Jusos kritisch. „Höhere Potenzen und damit höhere Verdünnungen, gelten als die stärkeren Arzneien in der Homöopathie – und das, obwohl sie kaum bis gar nichts vom ursprünglichen Wirkstoff enthalten. Ein Gesundheitsministerium sollte die Heilung der Menschen in den Vordergrund stellen, und sich eher für die Aufnahme weiterer Krankenkassenleistungen aussprechen, anstatt die Förderung von nicht nachgewiesenen Wirkstoffen weiterzutreiben.“, so Braun abschließend.

Die saarländischen Jusos fordern kein gänzliches Verbot von Homöopathie. „Alle Menschen sollen selbst entscheiden dürfen, welche Heilmethoden sie anwenden möchten. Wir sprechen uns aber entschieden gegen die Übernahme der Kosten durch die Krankenkassen und damit die Umlage auf die Solidargemeinschaft aus.“