Jusos an der Saar fordern Umdenken in der Drogenpolitik

Jusos an der Saar fordern Umdenken in der Drogenpolitik

eingetragen in: Uncategorized | 0

Der Saartalk im SR befasst sich in seiner Sendung am Donnerstag mit der Frage nach der Legalisierung von Cannabis im Saarland. Die Jungsozialistinnen und Jungsozialisten an der Saar sehen Handlungsbedarf angesichts der steigenden Zahl an Drogentoten im Saarland und fordern ein Umdenken in der saarländischen Drogenpolitik.

„Die Gesamtbetrachtung in den letzten 10 Jahre ist besorgniserregend. Waren es 2014 noch neun Menschen, die durch Drogenkonsum starben, gab es im letzten Jahr schon 30 Drogentote. Wir machen dafür unter anderem auch die Kriminalisierung von Drogen wie Cannabis und den dadurch entstandenen Schwarzmarkt verantwortlich, bei dem Stoffe ohne Kontrolle den Weg zu den Konsumentinnen und Konsumenten finden und diese durch den Dealer zur Einnahme von anderen, härteren Drogen verleitet werden. Wir fordern ein Umdenken in der saarländischen Drogenpolitik.“, so Jan Eric Rippel, Sprecher des Arbeitskreises Gesellschaft der Jusos Saar.

„Der geregelte, unter staatliche Aufsicht gestellte Verkauf von weichen Drogen wie Cannabis ist der erste Schritt bei der Bekämpfung der Schwarzmärkte. Das Saarland als kleines, relativ gut abzugrenzendes Marktgebiet eignet sich hervorragend, um eine Legalisierung anzustreben. Es ist zu erwarten, dass eine Legalisierung den bestehenden Schwarzmarkt austrocknet und damit kontrollierte, weniger gesundheitsschädliche Cannabisprodukte auf den Markt kommen. Die Präventionsarbeit kann dann gestärkt werden, um breit über die Risiken des Konsums aufzuklären. Die CDU und Staatssekretär Kolling im Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie haben mit ihrer jahrelangen Blockadehaltungen verhindert, dass sich die saarländische Drogenpolitik an den Lebensrealitäten der Menschen orientiert.“, so Kira Braun, Landesvorsitzende der Jungsozialist*innen abschließend.