Saarlandmodell entpuppt sich als übereilte Marketing-Nummer

Saarlandmodell entpuppt sich als übereilte Marketing-Nummer

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„Es macht keinen Sinn sich selbst zu belügen. Die Inzidenz wird zeitnah über 100 steigen und das Saarland wird sich selbstverständlich nicht von der Entwicklung anderer Bundesländer abkoppeln können. Ministerpräsident Hans muss jetzt Verantwortung übernehmen und zurückrudern. Jeder weitere Tag der Planungsunsicherheit verursacht etwa für Gastronomen und Kultureinrichtungen immense wirtschaftliche Schäden. Viele gehen bis heute fest von einer Öffnung am Dienstag aus und planen entsprechend.“, so die Juso-Landesvorsitzende Kira Braun.
Es sei schwer verständlich, warum die Landesregierung hier eben jenen Modellierungen von der UKS keine Beachtung geschenkt habe, die im vergangen Jahr in der Regel gute Vorhersagen ermöglicht haben. Im Grunde sei der Wille zu einer deutlichen Ausweitung der Tests in Verknüpfung mit vorsichtigen Lockerungen der richtige Weg. 
„Diese aber mit einem konkreten Datum zu verknüpfen und gleichzeitig durch eine groß angelegte Marketing-Kampagne Hoffnungen zu schüren, die man absehbar nicht einhalten kann – das war ein Fehler mit Ansage.“ Das von Ministerpräsident Hans betitelte Saarland-Modell sehe auch grundsätzlich zu viele gleichzeitige Öffnungsschritte auf einen Schlag vor. „Wir müssen vorsichtig Schritt für Schritt öffnen wie das etwa in Rheinland-Pfalz geschieht. Ein saarländischer Sonderweg nützt in der Pandemie vielleicht der Medienpräsenz des Ministerpräsidenten, ob er wirklich verantwortungsvoll und auf wissenschaftlicher Grundlage erfolgt, steht auf einem anderen Blatt. Ein Hin und Her bei den Maßnahmen trägt zur Politikverdrossenheit bei und kostet enorm viel Vertrauen.“, so Braun abschließend.