Wir erwarten deutlich mehr Frau Karliczek!

Wir erwarten deutlich mehr Frau Karliczek!

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Wir erwarten deutlich mehr Frau Karliczek! 

Die Jusos an der Saar bewerten die Einführung der Mindestauszubildendenvergütung im Rahmen der BBiG-Novelle, die heute vom Bundeskabinett beschlossen wurde, als positiv.  „Wir sind froh, dass die langjährige Juso-Forderung nach einem Mindestlohn für Auszubildende damit endlich umgesetzt wurde. Nichtsdestotrotz sehen wir Nachholbedarf was die Höhe der Vergütung anbelangt. Wir halten an unserer Forderung von 660 € im ersten Ausbildungsjahr fest, da dies der aktuellen Rechtsprechung entspricht. Sehr kritisch sehen wir auch die Öffnungsklausel, die eine Unterschreitung der Tarifverträge ermöglicht.“, so Sören Sossong, der Gewerkschafts-Referent der Jusos Saar.

In der jetzigen Vorlage zur Novellierung des Berufsbilgungsgesetzes (BBIG) sehen die Saar Jusos noch Nachholbedarf. Die Frage der Übernahmeregelung wurde völlig aus den Augen verloren. „Viel zu oft wissen junge Menschen am Ende ihrer Ausbildung nicht wie es weiter geht.  Zahlen des DGB Ausbildungsreports 2018 zeigen, das rund 38% der Auszubildenden im letzten Ausbildungsjahr nicht wissen, ob eine Übernahme ansteht oder nicht. In Zeiten, in denen der Fachkräftemangel immer lauter bekämpft wird, ist das ein Armutszeugnis.Wir stehen hinter der Forderung der DGB Jugend eine Ankündigungsfrist von mindestens 3 Monaten zur Übernahme in die Novelle zu integrieren“, so Sossong abschließend.

Die Hoffnung der saarländischen Jusos, dass die BBIG-Novelle die Auszubildenden und Dual-Studierenden in den Mittelpunkt rückt, wurde nicht erfüllt. Die Ausbildung kann nur zukunftsfest gemacht werden, wenn die Attraktivität der Ausbildung steigt. Dazu gehört für uns, dass alle Ausbildungsmittel vom Ausbildungsträger zu bezahlen sind und die Ausbildung somit gebührenfrei wird. Außerdem fordern wir weiterhin die Einführung einer Ankündigungsfrist für Betriebe bei Nicht-Übernahme und die Erweiterung des Geltungsbereichs des Berufsbildungsgesetzes auf dual Studierende und betrieblich-schulische Ausbildungen. Klar ist für uns auch, dass es keine Angriffe auf die Ausbildungsdauer geben darf. Im Gegenteil: Der Durchstieg von einer 2 auf eine 3 Jährige Ausbildung muss erleichtert werden. Bildung braucht Zeit und diese müssen wir jungen Menschen auch gewähren.